Lagersysteme – wo sie eingesetzt werden, welche Arten es gibt und was sie können

Posted by NetBid on Apr 15, 2019 1:45:41 PM

Ein Lagersystem sorgt für eine hohe Effizienz in Arbeitsbereichen, wo die Lagerung von Produkten oder Equipment essenziell ist. Das System ist dabei nicht nur verantwortlich für eine verlustfreie und präzise Organisation des Lagerbestands, sondern auch für die technische Einrichtung, wobei der stetige Material- (oder auch Informations-)Fluss sowie die Auslastung des vorhandenen Lagerraums sichergestellt werden. Mit einem optimal an die Bedürfnisse angepassten Lagersystem lassen sich immense Kosten einsparen, denn es sorgt dafür, dass alles in kürzester Zeit genau dort ist, wo es gebraucht wird, die Transportwege und Transportzeiten sind kurz und effizient und die Umschlagleistung ist hoch. Weiterhin wird auch die Flexibilität ebenso wie die Qualität des Lieferprozesses verbessert – eine systematische Lagerhaltung mit entsprechenden Systemen ist demnach Gold wert.

Aber nicht nur die Lagerung und Organisation der Artikel geschieht kontrolliert und akkurat, auch überprüft das System jedes Produkt auf Schäden und gibt ebenfalls Meldung, wenn etwas nicht vollständig ist. Der Leitstand ist dabei die Komponente, die den aktuellen Betriebszustand des Lagers auf einen Blick darstellt – so kann immer schnell und ohne Störung des Betriebs reagiert werden, wenn es an einer Stelle mal hakt. Es gibt mittlerweile zahlreiche unterschiedliche Arten von Lagersystemen, die wir Ihnen hier kurz vorstellen wollen – je nach Anforderung und Einsatzbereich gibt es ein bestimmtes System, das optimal passt. Grob unterschieden wird zwischen automatischen und manuellen Systemen.

Unterscheidung manuelles und automatisches Lager

Waren und Produkte lassen sich auf unterschiedliche Weise ein- und wieder auslagern, zum einen manuell in einem statischen Lager und zum anderen automatisiert in einem dynamischen Lager – im Betrieb lassen sich bei Bedarf auch beide Arten kombinieren.

  1. Das manuelle Lagersystem

Hier liegt eine statische Lagerung der Waren oder Materialien zugrunde. Fachpersonal ist nötig, um aus- oder umzulagern, Automatisierungstechniken sind nicht inhärent. Auch, wenn hier Personal für die Organisation des Lagers nötig ist, so ist es dennoch sehr flexibel und hat deutlich geringere Anschaffungskosten als ein automatisiertes System. Auf lange Sicht sind die Betriebskosten allerdings höher, nicht nur durch das nötige Fachpersonal, sondern auch, weil weitere Maschinen und Komponenten für den Transport der Ware benötigt werden, wie zum Beispiel Flurförderfahrzeuge wie Gabelstapler.

  1. Das automatische Lagersystem

Bei dieser Art des Lagersystems läuft das Aus-, Ein- oder Umlagern der Waren automatisch ab. Das automatisierte und selbstständige System bringt einige Vorteile mit, denn es ist energieeffizienter, braucht weniger Platz und die zugrundeliegenden Prozesse werden wesentlich verkürzt. Weiterhin sind auch die Zugriffszeiten kürzer und die Materialflusssteuerung ist auch schon enthalten. Fehler sind in einem solchen System kaum mehr möglich und die Mitarbeiter werden entlastet. Eine Lagerverwaltungssoftware steuert und verwaltet den kompletten Prozess und stellt alle Daten übersichtlich dar, sodass niemand mehr den Überblick verliert. Die Systeme selbst sind nicht nur energieeffizient, sondern auch robust und langlebig – eine lohnenswerte Investition.

Wofür werden Lagersysteme verwendet?

Ein Lager dient in erster Linie dazu, eine optimale Übersicht der Bestände zu garantieren sowie Schwankungen auszugleichen und den Materialfluss zu optimieren. Heutzutage gibt es zahlreiche Arten, die den unterschiedlichen Anforderungen im Unternehmen entsprechen:

  • Ersatzteillager: Ersatzteile müssen hier in kürzester Zeit verfügbar gemacht werden, und zwar in einer optimalen Qualität. Zugrunde liegt hier die ständige Verfügbarkeit einer oft breiten Warenpalette, die zudem ganz unterschiedliche Produkte bereitstellt.
  • Vorratslager: Hierbei werden Bedarfsschwankungen effizient ausgeglichen und eine stetige Lieferfähigkeit von z.B. Fertigteilen wird garantiert.
  • Hochregallager: Um vorhandenen Raum effizient zu nutzen, werden oft hohe Lagerregale ab mind. 12 Metern eingesetzt – diese müssen allerdings zumeist automatisch organisiert werden.
  • Montagelager: Auch hier handelt es sich um Vorratslager, allerdings, um den Arbeitsplatz in der Produktion mit den nötigen Materialien kontinuierlich und ohne Zeiteinbuße zu versorgen.
  • Tiefkühllager: Diese stehen im Umfeld extrem niedriger Temperaturen im Minusbereich und bringen dementsprechend auch besondere Anforderungen mit – so darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden, der Raum muss effizient genutzt werden, damit eine hohe Energieeffizienz sichergestellt wird, und oft sind auch geringe Durchlaufzeiten ein Muss.
  • Pufferlager: Damit werden ausschließlich sehr kurzfristige Bedarfsschwankungen ausgeglichen, z.B. zwischen unterschiedlichen Fertigungsstationen.
  • Distributionslager: Hier werden die fertigen Produkte gelagert und stehen zum Versand bereit.

Arten von Lagersystemen

In einem Lager werden Materialien oder Waren zumeist in Lagerkörben oder Gitterboxen verwahrt, je nach Ware gibt es verschiedene Lagersysteme, die sich an der Größe, am Gewicht und an weiteren Komponenten der effizienten Lagerung orientieren:

  • Das Kleinteilelager: Hier werden kleinvolumige Teile gelagert, oft in Kunststoffbehältern oder Kartons. Automatische Varianten sind ebenso mögliche, wie manuelle.
  • Fachbodenregal: Hier werden klein- und mittelvolumige Teile gelagert, oft in Lagerkörben, die es in ganz unterschiedlichen Größen gibt.
  • Palettenragal: Hier werden Paletten (oder entsprechende Ladehilfsmittel) für die Lagerung der Waren benötigt, da diese auf Traversen stehen. Zusatzkomponenten sind dabei möglich, wie beispielsweise Ausziehböden.
  • Weitspannregal: Hier lassen sich auch schwere Lasten optimal lagern, da das lange Fachbodenregal besonders tragfähig ist.
  • Reifenregal: Für die speziellen Anforderungen bei der Lagerung von Reifen.
  • Tablarlager: Hierbei steht die Flexibilität im Fokus, denn die Tablare sind mobil und lassen sich mit ganz unterschiedlichen Volumina befüllen.
  • Paternoster: Die sogenannten Lagerlifte sind ein automatisiertes Ketten-Umlaufsystem, das besonders platzsparend eingesetzt werden kann, denn die Raumhöhe wird effektiv genutzt. Die Regalböden werden dabei in Umlauf gebracht und bei Bedarf automatisch zur Entnahme geführt.
  • Kragarmregal: Hier lassen sich besonders lange Waren optimal lagern, befüllt oder entleert werden die langen Regalzeilen mit Bediengeräten oder Flurförderfahrzeugen.

Fazit

Regalsystem sind effiziente und Kosten- sowie Zeit-sparende Helfer in Betrieben, wo Waren oder Teile über kurze oder lange Zeiträume gelagert werden müssen. Möchten Sie ein bedarfsgerechtes Regalsystem einführen und suchen noch nach den entsprechenden Komponenten, dann schauen Sie sich gern bei NetBid um, denn hier können Sie günstig gebrauchte Systeme aus zweiter Hand direkt online ersteigern!

 

Egal ob Sie verkaufen, kaufen, leasen oder ein Gutachten benötigen.

Wir helfen gerne weiter! Sprechen Sie uns unverbindlich an:

 

Unverbindliche Anfrage

Topics: Maschine