Minimalmengenschmierung in der Metallbearbeitung

Posted by NetBid on Sep 23, 2019 4:23:27 PM
 

Die Minimalmengenschmierung wird in der Industrie vor allem in der Metallbearbeitung eingesetzt und ist ein Kühlungsprozess bei der Zerspanung. Der Vorteil neben der üblicherweise genutzten Nassbearbeitung ist, dass hier nur eine sehr geringe Menge an Kühlmittel zum Einsatz kommt, was das Verfahren besonders wirtschaftlich macht.

Anwendungsbereiche der Minimalmengenschmierung

Der eingesetzte Kühl- bzw. Schmierstoff wirkt auf den Zerspanungsprozess ein, weswegen Zerspanverfahren mit einer geometrisch bestimmten Schneide, wie Fräsen, Drehen, Sägen oder Bohren, besser und einfacher mit der Minimalmengenschmierung zu kühlen sind, als Verfahren mit einer geometrisch unbestimmten Schneide, wie Schleifen oder Läppen. Auch unterscheidet sich die Wirkung des Schmierverfahrens je nach zu bearbeitendem Werkstoff. Für Guss- und Stahlwerkstoffe ist das Verfahren optimal verwendbar und unterschiedliche Branchen profitieren von dem Kühlverfahren:

  • Bei der Produktion von Teilen für die Luftfahrt und die Automobilindustrie
  • Beim Werkzeug- und Formenbau
  • Bei der Herstellung von Turbinen für Kraftwerke
  • Bei der Druckmaschinenherstellung

Das Verfahren bei der Minimalmengenschmierung

Als Schmierstoff werden bei der Minimalmengenschmierung vor allem Luft-Öl-Gemische verwendet, da diese die bei der Zerspanung entstehende Reibungswärme am besten minimieren. Im Gegensatz zu der Nassbearbeitung wird bei diesem Verfahren nicht das komplette Werkzeug unter Wasser gesetzt, es werden nur minimale Mengen an Schmiermittel zur Kühlung eingesetzt, im Schnitt sind das ungefähr 20 Milliliter pro Stunde. Je nach genutzten Werkzeugen und Maschinen kann die Menge oft auch noch individuell reguliert werden – damit ist das Verfahren besonders ökonomisch und bedarfsgerecht.

Es gibt zwei Systeme für eine Minimalmengenschmierung auf dem Markt, das ist zum einen das Modell mit einer externen MMS-Zuführung und zum anderen die Variante mit einer internen MMS-Zuführung. Bei der externen Zuführung wird der Schmierstoff von außen über eine Düse an die Maschine gegeben, was eine schnelle und präzise Abkühlung an Ort und Stelle bedeutet. Allerdings  sind hierbei oft keine zusätzlichen Feinjustierungen möglich. Bei der internen Zuführung dagegen durchläuft das Schmiermittel zuerst verschiedene Stationen in der Maschine, wodurch Streuverluste eingedämmt werden – die Investitionskosten sind jedoch entsprechend höher.

Zu beachten ist außerdem, dass ein passender Schmierstoff gewählt wird, der im besten Fall gesundheitlich unbedenklich ist, da es vorkommen kann, dass dieser beim Kühlprozess über Dämpfe in das Arbeitsumfeld abgegeben wird. Zu achten ist zudem auf einen möglichst emissions- und korrosionsarmen Schmierstoff sowie optimal versprühbare Eigenschaften und einen angenehmen Geruch.

 

Was die Minimalmengenschmierung für Vorteile bietet

Mit der Minimalmengenschmierung sind höhere Schnittgeschwindigkeiten möglich, was die Wirtschaftlichkeit der Prozesse ankurbelt. Zudem bleiben sowohl die Werkstücke selbst als auch die Späne trocken und lassen sich weiterverwenden, auch werden durch eine trockene Arbeitsumgebung Arbeitsunfälle dezimiert.

Durch reine Schmierstoffe sind die Oberflächen der Werkstücke weniger Belastungen ausgesetzt und auch die Umwelt wird weit weniger belastet, ebenso wie die Gesundheit der Arbeitskräfte an den Maschinen.Das Verfahren sorgt außerdem für weniger Verschleiß der Maschinen und Werkzeuge – was Neuinvestitionen verringert. Alles in allem ist das Kühlverfahren kostengünstig und wirtschaftlich, weswegen es in der Industrie zunehmend Verwendung findet.

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Topics: Maschine