Schmierung – gegen den Verschleiß und für eine reibungslose Produktion

Posted by NetBid on Jan 29, 2020 11:48:30 AM

zentrale Schmierölversorgungsanlage

Damit Maschinen und Anlagen nicht so schnell verschleißen, sollten sie reibungsarm arbeiten. Das heißt, wenn es zu einer Reibung einzelner Maschinenteile kommt, können diese beschädigt werden. Darum wird in solchen Fällen mit einer Schmierung gearbeitet, welche die Reibflächen geschmeidig hält und Abrieb entgegenwirkt.

Wo eine Schmierung zur Anwendung kommt

Es gibt eine ganze Reihe an Schmierstoffen, die in unterschiedlichen Bereichen und Maschinen eingesetzt werden. Eine kleine Auswahl:

 

  • Geschmiert werden z.B. Gleit- und Wälzlager, um Lagerschäden oder Verschleiß vorzubeugen
  • Auch bei der Blechumformtechnik kommt die Schmierung zur Anwendung
  • Schmierstoffe sind u.a.:
    • Fett- und Ölschmierung
    • Motoröl – kommt vor allem bei Kolbenmotoren zum Einsatz
    • Kühlschmierstoffe – wirken nicht nur der Reibung z.B. bei der Zerspanung entgegen, sondern wirken auch kühlend auf heißlaufende Maschinenteile
    • Diamantähnliche Kohlenstoffe – sollen v.a. in der Automobilindustrie eingesetzt werden, momentan passiert das aber noch kaum

 

Arten der Schmierung

Es gibt verschiedene Arten der Schmierung, dazu gehören die Grenzschichtschmierung, die Teilschmierung und die Vollschmierung sowie als noch kaum angewendete Technik die Supraschmierung.

  1. Bei der Grenzschichtschmierung werden die Oberflächen mit dem Schmierstoff bedeckt, die beim Betrieb der Maschine aneinanderreiben. Dabei bildet sich durch das Eindringen des Schmierstoffs eine Reaktionsschicht, die Belastung wird von den Rauhheitsspitzen aufgenommen.
  2. Bei der Teilschmierung wird die Belastung durch den Schmierfilm und die Rauheitsspitzen gleichermaßen getragen.
  3. Bei der Vollschmierung wird die Belastung voll und ganz vom Schmierstoff getragen. Hierbei lässt sich noch in hydrostatische, hydrodynamische und elastohydrodynamische Schmierung unterteilen.
  4. Und bei der Supraschmierung kommt es an den Kontaktflächen gar nicht erst zu einer Reibung, denn hierbei gleiten kristalline Oberflächen übereinander.

 

Welche Verfahren es gibt

Ein bestimmtes Schmierverfahren sorgt dafür, dass Schmierstoffe optimal dosiert und auf die richtige Stelle aufgetragen werden.

  • Die Lebensdauerschmierung kommt vor allem in der Antriebstechnik wie z.B. bei Wälzanlagen zum Einsatz und wird einmalig für eine bestimmte Nutzungsdauer eingesetzt. Da der Schmierstoff nicht wieder aufgefüllt werden kann, sollte die Nutzungsdauer nicht überschritten werden.
  • Bei der Selbstschmierung wird kein zusätzlicher Schmierstoff benötigt, denn hier sorgt der Reibewiderstand der Oberflächen für eine saubere Ausführung. Bei der Bearbeitung von Kunststoff oder Graphit ist dieses Verfahren die erste Wahl.
  • Die Tauchschmierung wird vor allem bei Getrieben eingesetzt, die einer nicht allzu hohen Belastung standhalten müssen. Zahnräder tauchen mehr oder weniger in den Schmierstoff ein, daher rührt der Name des Verfahrens. Hierbei ist besonders auf den Ölstand zu achten.
  • Bei der Umlaufschmierung handelt es sich um einen Kreislauf, bei dem es ein Schmierstoffdepot gibt, sowie eine Zu- und eine Rückführung. Einsatz findet das Verfahren z.B. beim Verbrennungsmotor. Wegen des geschlossenen Systems wird hierbei kaum Schmierstoff verschwendet oder gelangt in die Umwelt.
  • Bei der Verlust- bzw. Verbrauchsschmierung wird der Schmierstoff von außen hinzugefügt, das passiert entweder per Hand oder aber halb- bzw. vollautomatisch.

Unterschieden wird weiterhin in der Schmierstellenzahl. Die Einzelschmierung findet nur an einer einzigen Schmierstelle statt. Die Zentralschmierung hingegen deckt gleich mehrere Schmierstellen zugleich ab.

 

Welche Werkzeuge verwendet werden

Ein Schmierwerkzeug sorgt im Prozess der Schmierung dafür, dass eine ganz bestimmte Menge an Schmierstoff in einem regelmäßigen und festgelegten Zyklus zugeführt wird. Schmierwerkzeuge können Schmier- oder Sprühschläuche mit oder ohne Rund- bzw. Flachdüse sein. Die Schläuche sind für große und kleine Durchflussmengen gelichermaßen verwendbar und es gibt Modelle mit oder ohne Absperrhahn. Auch Schmierpistolen oder Druckluft-Fettpistolen sowie Druckpumpen und Messbehälter fallen unter die Schmierwerkzeuge. Messbehälter sind in der Regel aus Weiß- oder Zinkblech. Weiterhin gibt es Trichter und Zerstäuber als mögliche Helfer, um das Schmiermittel an die passende Stelle zu bringen.

 

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