Varianten des Schutzgasschweißens

Posted by NetBid on Apr 30, 2019 1:20:15 PM

Die Varianten des Schutzgasschweißens kurz vorgestellt 

Bei dem Schmelzschweißverfahren des Schutzgasschweißens wird mit offenen Lichtbögen in einer Schutzatmosphäre mithilfe der Schutzgase Helium, Stickstoff, Argon oder Kohlenstoffdioxid gearbeitet – dadurch werden chemische Reaktionen mit der Umgebungsluft verhindert. Vor allem bei sehr hohen Abschmelzleistungen kommt das Schutzgasschweißen zum Einsatz. Überall dort, wo Schweißarbeiten gängig sind, ist zumeist auch das Schutzgasschweißen mit von der Partie. Vor allem hoch-, un- sowie niedriglegierter Stahl und Aluminium sowie Nickelbasiswerkstoffe werden mit diesem Verfahren behandelt, dabei lassen sich sowohl sehr dünne als auch eher starke Bleche und Werkstücke optimal schweißen.  

Es gibt nach wie vor noch zahlreiche manuelle Systeme, aber vermehrt werden auch vollautomatisierte Maschinen eingesetzt. Das Schutzgasschweißen ist vor allem für Anfänger einfach zu handhaben und besonders anwenderfreundlich. Dabei gibt es allerdings ganz unterschiedliche Verfahren, wobei einige einfacher zu bedienen sind, andere dagegen eine höhere Qualität der Nähte garantieren. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Schutzgasschweiß-Varianten in Folge kurz vor. 

Verfahren des Schutzgasschweißens 

Um eine schützende Umgebung beim Schutzgasschweißen zu garantieren, wird ein aktives oder ein inertes Mischgas verwendet.  

  1. Metallschutzgasschweißen (MSG) 

Das MSG ist ein teilmechanisches Verfahren, bei dem mit sogenannten inerten oder reaktionsfreudigen Gasen gearbeitet wird. Die inerten Gase gehen im Gegensatz zu den reaktionsfreudigen keine Reaktion mit der Schmelze ein, darum gibt es in dem Fall auch zwei unterschiedliche Verfahren, zum einen das Metall-Inertgasschweißen (MIG) und zum anderen das Metall-Aktivgasschweißen (MAG). Beim MSG wird ein Lichtbogenschweißverfahren eingesetzt, bei dem ein Schweißdraht kontinuierlich auf dem Werkstück abgeschmolzen wird. Dieses Verfahren ist motorbetrieben und lässt sich in verschiedenen Geschwindigkeiten antreiben, auch ist die Dicke des Schweißdrahtes variabel. Der Einsatz des Gases (inert oder aktiv) schützt das Metall vor Oxidation und eine saubere Qualität entsteht. Beim MIG-Schweißen wird zumeist Helium oder Argon eingesetzt und NE-Metalle wie z.B. Aluminium sind prädestiniert für das Verfahren. Das MAG-Schweißen hingegen nutzt die Vorteile von CO2 und wird vorwiegend bei der Bearbeitung von Stahl eingesetzt. Die Produktivität ist ebenso hoch, wie die Abschmelzleistung. 

  1. Wolfram-Inertgasschweißen (WIG)

Das Wolfram-Inertgasschweißen ist in der Handhabung etwas zeitintensiver als das MIG, leistet dafür aber auch eine etwas höhere Qualität. Hierbei kommen ebenfalls inerte Gase wie Argon oder Helium zum Einsatz. Bei diesem Lichtbogenschweißverfahren wird zwischen die Elektrode und das Werkstück ein brennender Lichtbogen gelegt. Da die Elektrode aus Wolfram besteht, schmilzt si nicht. Das Verfahren ist mit jedem Metall kompatibel, außerdem entsteht bei der Arbeit kein gesundheitsbelastender Rauch. 

  1. Orbitalschweißen 

Das Orbitalschweißen ist ein maschinell angetriebenes Schweißverfahren. Der Schweißkopf wird dabei in einer Halterung fixiert und um das zu bearbeitende Blech 360 Grad herumgeführt. Darum lassen sich mit dem Orbitalschweißen vor allem Rohre oder Rundkörper effektiv und sauber bearbeiten. Es gibt zwei Formen des Orbitalschweißens. Zum einen das geschlossene Verfahren, bei dem die Schweißzange das Werkstück vollständig umschließt, und zum anderen das offene Verfahren, bei dem das Werkstück nicht komplett umschlossen wird. Beim zweiten Verfahren kommen oft noch Schweißzusätze hinzu. 

  1. Plasmaschweißen (WP-Schweißen) 

Dieses Verfahren funktioniert teil-oder sogar vollautomatisch. Die Werkstücke werden mit einem Plasmastrahl bearbeitet, der durch hocherhitztes Gas entsteht. Obwohl der Lichtbogen hier genauso wie beim WIG-Schweißen zwischen Werkstück und Wolframelektrode eingesetzt wird, brennt er hier nicht frei, eine wassergekühlte Düse schützt den Brennvorgang – dadurch arbeitet der Lichtbogen konzentrierter und es lassen sich höhere Produktionsgeschwindigkeiten erreichen. Auch ist die Qualität der Schweißarbeit hier noch einmal höher. 

Schutzgasschweißgeräte kaufen 

Je nach Verfahren finden Sie verschiedene Schutzgasschweißgeräte auf dem Markt. Dabei sind auch die Einstellungsmöglichkeiten je nach Hersteller variabel. Vor allem in Sachen Justierbarkeit sollten Sie keine Kompromisse eingehen, denn nur so lassen sich Schweißnähte ganz nach Bedarf zuschneiden. Hier bei NetBid finden Sie passende Schutzgasschweißgeräte ganz nach eigenen Bedürfnissen und von unterschiedlichen (Marken-)Herstellern günstig aus zweiter Hand – schauen Sie sich direkt mal um und bieten Sie mit! 

 

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